Die Kommissionsliste ist die Brücke vom Auftrag in die Warenwirtschaft. Sie entsteht aus der Auftragsbestätigung, bündelt das gesamte benötigte Material eines Projekts und bildet die Grundlage für die Bedarfsermittlung, die Bestellungen beim Großhandel und den Wareneingang. So arbeiten Vertrieb, Einkauf und Lager auf demselben Datenstand.
Wie die Kommissionsliste entsteht
Sobald Sie die Auftragsbestätigung erstellen, erscheint das Fenster „Kommissionsliste erstellen". Bestätigen Sie es, übernimmt Photovate automatisch alle warenwirtschaftlich geflaggten Artikel des Auftrags in die Kommissionsliste.
Artikel mit hinterlegter Stückliste werden dabei in ihre Einzelteile aufgelöst, sodass Sie direkt die tatsächlich zu beschaffenden Komponenten sehen. Aus dieser Liste ergibt sich die Bedarfsermittlung für das Projekt.
Bestätigen Sie das Fenster „Kommissionsliste erstellen" beim Anlegen der Auftragsbestätigung. Nur so gelangen die Artikel in die Kommissionsliste und stehen anschließend für Bedarfsermittlung und Bestellung zur Verfügung.
Bedarf erkennen
In der Kommissionsliste und in der Projektübersicht erkennen Sie am Farbstatus sofort, wie es um die Verfügbarkeit steht. Rote Kacheln zeigen einen nicht gedeckten Bedarf an, das Material ist also weder auf Lager noch bestellt. Sobald für eine Position eine Bestellung läuft, wechselt die Kachel auf Orange und zeigt zusätzlich das hinterlegte Lieferdatum. So sehen Sie auf einen Blick, welche Komponenten noch beschafft werden müssen und welche bereits unterwegs sind.
Den größten Teil des Bedarfs deckt die Kommissionsliste bereits selbst ab, weil Verkaufspakete automatisch in ihre Komponenten aufgelöst werden. Wie Sie solche Stücklisten hinterlegen, lesen Sie im Artikel „Artikel mit Komponenten und Stückliste anlegen".
Zusätzliche Positionen ergänzen
Als Projektleiter können Sie die Kommissionsliste nach der Auftragsbestätigung jederzeit um weitere Positionen ergänzen, etwa um Material, das zusätzlich auf der Baustelle benötigt wird. Ein festes Standard-Set, das unabhängig vom Angebot automatisch auf jede Kommissionsliste kommt, ist nicht vorgesehen. Soll bestimmtes Zusatzmaterial immer mitlaufen, hinterlegen Sie es als Komponente am jeweiligen Artikel.
Eine Bestellung anlegen
Für die Beschaffung haben Sie zwei Wege. In beiden Fällen wählen Sie die zu bestellenden Artikel aus, legen oben rechts das Lieferdatum fest und schließen mit „Bestellung aufgeben" ab. Ist Ihr Großhandel angebunden, geben Sie die Bestellung direkt dort ab; Einzelheiten dazu finden Sie im Artikel „Großhandelsschnittstelle (IDS)".
Projekt- und kommissionsbezogen. Öffnen Sie die Kommission und wählen Sie unter „Mehr Optionen" den Eintrag „Bestellung hinzufügen". Die Positionen werden vorausgefüllt.
Ohne Projekt und Kommission, zum Beispiel für Lagerauffüllung oder Containerware. Auch geeignet, wenn die Bestellmenge bewusst von der Projektstückliste abweicht.
Die Bestellungen eines Auftrags finden Sie über den Auftrag → Mehr Optionen → Reiter „Warenwirtschaft". Dort sehen Sie alle vorhandenen Bestellungen und legen über „Neue Bestellung" weitere an.
Lieferdatum anpassen
Das beim Anlegen gesetzte Lieferdatum gilt zunächst als Standard für alle Positionen der Bestellung. Trifft Material zu unterschiedlichen Terminen ein, passen Sie einzelne Positionen individuell an: Öffnen Sie die Bestellung über „Mehr Optionen" → „Bearbeiten", klicken Sie bei der gewünschten Position auf das Stift-Symbol und tragen Sie das abweichende Lieferdatum ein. Mit „Bestellung aufgeben" aktivieren Sie die Bestellung anschließend erneut.
Pflegen Sie die Lieferdaten möglichst genau. Sie werden in die Plantafel übernommen, sodass Sie die Montage erst nach dem Eintreffen des Materials einplanen und Leerfahrten vermeiden.
Wareneingang buchen
Ist das Material eingetroffen, buchen Sie den Wareneingang. Wählen Sie das Lager aus, auf das die Ware eingeht; das Sperrlager steht dabei standardmäßig zur Verfügung. Mit „Buchen durchführen" schließen Sie den Vorgang ab. Den Wareneingang können Sie auch direkt aus der jeweiligen Bestellung heraus über die dortige Verknüpfung anstoßen. Mehr zum Verhalten des Sperrlagers lesen Sie im Artikel „Warenwirtschaft".
Verknüpfung und Nachverfolgung
Bestellung und Kommission bleiben miteinander verknüpft. Aus der Bestellung springen Sie in die zugehörige Kommission und sehen dort den aktualisierten Status samt Lieferdatum. Dieses Lieferdatum erscheint anschließend in der Plantafel und unterstützt Sie bei der optimalen Einplanung der Montage. Alle Schritte, etwa das Anlegen der Kommission und der Bestellung, werden zudem in der Historie des Projekts protokolliert und bleiben so lückenlos nachvollziehbar.
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